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Booster mit Bedingungen – Worauf achten bei der Förderung von Luftreinigern in Schulen und Kitas?

Bund und Länder fördern Luftfilter an Schulen

Im Kampf gegen COVID-19 soll hierdurch das Infektionsrisiko über Aerosole vor allem in Räumen mit hoher Fluktuation gesenkt werden. Insgesamt eine halbe Milliarde Euro stellt dabei der Bund für die Um- und Aufrüstung von Klassen mit raumlufttechnischen Anlagen zur Verfügung. Darüber hinaus haben verschiedene Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eigene Lüftungsprogramme für Schulen und Kitas aufgelegt. Die NRW-Landesregierung hat etwa am 16. Juli, ein weiteres Lüftungsprogramm für Schulen und Kindertagesbetreuung von bis zu 90,4 Millionen Euro beschlossen. Hierdurch sollen nach den Sommerferien der Präsenzbetrieb in Klassenzimmern und Kita-Räumen sichergestellt werden. NRW unterstützt dabei insbesondere auch den Erwerb mobiler Geräte zur Verbesserung der Luft. Auch der Bund hat noch einmal nachgelegt, seine Zuschüsse erhöht und den Kreis der Antragsberechtigten erweitert. Seit 11. Juni können Einrichtungen wie etwa Schulen für Kinder unter 12 Jahren von dieser Förderung profitieren. Sie greift beim Einbau stationärer Geräte, die im kombinierten reinen Zu-/Abluftbetrieb mit Wärmerückgewinnung oder im kombinierten Betrieb mit einem Umluftanteil von maximal 50 Prozent betrieben werden. Bis zu 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben statt bisher 40 Prozent können nun bezuschusst werden. Zudem wurde die Förderung weiterer technischer Maßnahmen zur Verbesserung der Luft ermöglicht. Beispielsweise ist jetzt auch die Nachrüstung von Geräten zur Behandlung der Luft durch UV-C Strahlung (UV-Licht) förderfähig. Eine bestehende Anlage zur Verbesserung der Raumluft (RLT-Anlage) durch die nachträgliche Anbindung einzelner notwendiger Nebenräume kann nun bezuschusst werden. Eine entsprechende Finanzspritze gibt es sowohl für Maßnahmen an zentralen wie auch dezentralen stationären Bestandsanlagen, die festmontiert und mit einem im Gebäude installierten Luftkanalsystem ausgestattet sind. Mindestens einer der an die RLT-Anlage angeschlossenen Räume muss mit einem Regelluftvolumenstrom von 400 m³/h (statt bisher 1.500 m³/h) oder mehr versorgt werden. Dies können Klassenzimmer sein, aber auch weitere Räume für Schüler:innen oder Lehrer:innen. Das verantwortliche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat hierdurch sein Förderprogramm auf verschiedenen Ebenen ausgeweitet. In diesem Zusammenhang hat es auch weitere sinnvolle Zuwendungsempfänger ergänzt. Hierzu zählen unter anderem neben Universitäten und Schulen in öffentlicher und privater Trägerschaft auch Einrichtungen der Rehabilitation, Frühförderstellen sowie besondere Wohnformen und Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe. 

Wie aktuelle Studien zeigen, kommen Luftreiniger immer noch nicht im überwiegenden Teil der Klassenzimmer zum Einsatz. Da Aerosole eine entscheidende Rolle im Rahmen der Corona-Pandemie haben, ist die Nutzung von Luftreinigern dringend zu empfehlen, um Schüler:innen und Lehrer:innen bestmöglich zu schützen. Darauf weist auch das Umweltbundesamt in seinen Empfehlungen hin. Im September 2021 wurde durch die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) die neue VDI - Expertenempfehlung (EE) 4300 Blatt 14 – „Messen von Innenraumluftverunreinigungen – Anforderungen an mobile Luftreiniger zur Reduktion der aerosolgebundenen Übertragung von Infektionskrankheiten“ veröffentlicht. Laut dieser Expertenempfehlung müssen mobile Luftreiniger unter realen Bedingungen geprüft und die in der VDI geforderten Prüf- und Beurteilungskriterien erfüllt werden. 

Artikel: Wirksamkeit von mobilen Luftreinigern

 

Luftfilter machen sich mehrfach bezahlt 

Hierdurch können Förderberechtigte sichergehen, dass sich die Anschaffung von Luftreinigern gleich in mehrfacher Hinsicht lohnt. Nicht nur durch die Möglichkeiten der finanziellen Förderung als Booster für den Einsatz von Luftfiltern, sondern auch für einen möglichst hoch wirksamen Praxiseinsatz für die Sicherheit der Menschen vor Ort. Experte zu Fragen im Bereich Raumluft ist Dirk Peltzer. Er ist seit über 10 Jahren Fachleiter Raumlufttechnik bei HYBETA und sorgt für saubere Luft, wo es darauf ankommt.