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​​​​​​​Raumlufttechnische Beratung und Bewertung

HYBETA steht bei allen Fragen und Prüfungen der Raumlufttechnik an Ihrer Seite: von der Hygiene-Erstinspektion über die OP-Raumqualifizierung bis zu routinemäßigen Hygienekontrollen.

Für Operationsräume, Einrichtungen zur Aufbereitung von Medizinprodukten oder Isolierräume gelten strenge hygienische Anforderungen. Dabei gilt gerade für Operationsräume die simple Wahrheit: Je mehr Keime in der Luft, desto höher das Infektionsrisiko. Die Luftkeimzahl im OP wird vor allem beeinflusst durch die Zahl der Personen im Raum, durch das Öffnen von Türen, durch das Sprechen und die Aktivität im Raum.

Der Raumlufttechnik kommt daher eine zentrale Bedeutung zu, denn sie hat wesentlichen Einfluss auf die notwendige Keimarmut, Raumtemperatur und -feuchte sowie der Abfuhr von Schadstoffen.

Raumlufttechnische Anlagen müssen aus gutem Grund regelmäßig überprüft werden. Anlagen ohne Befeuchtung alle drei Jahre, Anlagen mit Befeuchtung und seit 2018 auch Anlagen mit erdverlegten Kanälen alle zwei Jahre. Als akkreditiertes Prüflabor mit Fachpersonal der Qualifikation Kategorie A (VDI 6022 Blatt 4) prüft HYBETA, ob Ihre Raumlufttechnik normgerecht arbeitet. Natürlich nach den einschlägigen normativen Vorgaben wie VDI 6022, DIN 1946-4 und DIN EN ISO 14644.

Bewertung und Unterstützung der Raumlufttechnik

Die Eigenschaften und Leistungsfähigkeit der Raumlufttechnik müssen vor allem der Raumnutzung entsprechen. Ist die Anlage ausreichend dimensioniert, um die Druckverhältnisse jederzeit aufrecht zu erhalten? Welche Luftfilter müssen zum Einsatz kommen? Ist der Luftaustausch hoch genug? Bleibt die gewünschte Raumluftströmung unter allen Bedingungen stabil? Wie sicher funktioniert die im OP der Raumklasse Ia vorgeschriebene turbulenzarme Verdrängungsströmung (TAV)? Die Anforderungen an die Raumlufttechnik in hygienisch sensiblen Bereichen ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. HYBETA berät deswegen Kliniken und Arztpraxen bei der Wahl der Raumklassen und dem Betrieb raumlufttechnischer Anlangen oder prüft diese dann bei der hygienischen Abnahme.

RaumklassEN

Entsprechend DIN 1946-4 werden bei medizinisch genutzten Räumen je nach Art der dort erforderlichen Keimarmut zwischen verschiedenen Raumklassen unterschieden:

  • Ia höchste Anforderungen
  • Ib hohe Anforderungen
  • II keine Anforderungen

Raumklasse Ia wird zum Beispiel bei Gelenkersatzimplantationen (z. B. Hüftgelenke), Transplantationen oder langen Operationszeiten eingesetzt. Für die meisten anderen Operationen dagegen reicht die Raumklasse Ib. Hierbei handelt es sich um Operationen mit kleinen Wundfeldern und kurzen OP-Zeiten. Darunter fallen Gynäkologie, Urologie, Bauchchirurgie. Augenchirurgie oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Die Raumklasse II ist dagegen für alle kleineren Eingriffe ausreichend, beziehungsweise erforderlich für OP-Nebenräume und Sterilgutlager. Mit der Novellierung der DIN 1946-4 in 2018 müssen nun auch Untersuchungs- und Behandlungsräume maschinell be- und entlüftet werden.

Raumnutzung und Nachtabschaltungen

Da mit dem Betrieb von Operationsräumen erhebliche Energiekosten verbunden sind, vor allem wenn es sich um einen OP der höchsten Raumklasse Ia handelt, sollte der Bedarf möglichst genau analysiert werden. Einfach alle OP-Räume auf die Raumklasse Ia aufzurüsten, ist keine wirtschaftlich sinnvolle Lösung. HYBETA unterstützt deshalb Kliniken und ambulante OP-Zentren bei der Zuordnung des Operationsspektrums in die Raumklassen und der Entwicklung von wirtschaftlichen Betriebskonzepten.

Dazu gehört auch die Planung und Umsetzung von Nachtabschaltungen. Auch Operationsräume der Klassen Ia und Ib sind seit 2018 nach DIN 1946 Teil 4 für Nachtabschaltungen zugelassen. Vor 2018 war dies nur für OP-Nebenräume außerhalb der Nutzungszeiten erlaubt. Die Abschaltung erfordert allerdings zusätzliche Kontrollmessungen und eine entsprechende Beratung des Kunden über eine festgelegte Vorgehensweise nach Ablauf der Nachtabschaltung.