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Von der Hygieneforschung in die Praxis

Portrait Dr. Aaron Overlöper

Dr. Aaron Overlöper arbeitet seit 2016 bei HYBETA und leitet den inzwischen eigenständigen Geschäftsbereich Validierung der Aufbereitung für Medizinproduktehersteller. Der promovierte Mikrobiologe ist mit der Entwicklung höchst zufrieden: „Das Neugeschäft hat unsere Erwartungen bereits im ersten Jahr deutlich übertroffen“ Im Gespräch erklärt er auch, was für ihn die Arbeit jenseits des geschäftlichen Erfolgs spannend macht: „Ich bin hier immer wieder mit brandneuen, hochmodernen Medizinprodukten konfrontiert.“ Freude an der Arbeit setzt Herr Dr. Overlöper analog mit Hinzulernen und Abwechslung. Und bei HYBETA gebe es beides reichlich.

Bevor Dr. Overlöper zu HYBETA kam, betreute er verschiedene Forschungsprojekte beim wfk – Cleaning Technology Institute in Krefeld. Dort wird unter anderem an Projekten zur Reinigungsanalytik für hygienisch relevante Oberflächen, Textilien und zur Aufbereitung von Medizinprodukten geforscht. Die Arbeit des Instituts wird von Industrie- und Unternehmensvertreter aufmerksam beobachtet, darunter auch HYBETA-Geschäftsführer Dr. Frank Wille. Man wusste also voneinander, als sich Overlöper entschloss, von der Forschung in die Praxis zu wechseln.

Zulassungsaufwand für Medizinprodukte steigt

Der in Dinslaken am Niederrhein geborene Mikrobiologe ist stets auf dem neusten Stand der Forschung und der technischen Entwicklung. „Ich interessiere mich einfach für alle neuen Methoden der Wirksamkeitsprüfung.“ Der Niederrheiner arbeitet auch im DIN Normungsgremien zur Aufbereitung und Reinheit von Medizinprodukten mit. Es sei unabdingbar, alle Normen und gesetzlichen Vorgaben detailliert zu kennen, sagt er. Die im Mai 2017 verabschiedete europäische Medizinprodukte-Verordnung – auch Medical Device Regulation MDR genannt – regele die Überwachung von Medizinprodukten viel engmaschiger. Das erhöhe den Prüf- und Untersuchungsaufwand der Hersteller im Vorfeld der Produktzulassung.

Wir kennen die Kunden unserer Kunden

Sehr wichtig bei der Beratung der Medizinproduktehersteller sei auch der Austausch mit den HYBETA Geschäftsbereichsleitern Dieter Reifig, Leiter für Validierung der maschinellen Aufbereitung von Medizinprodukten – und Dirk Diedrich, Leiter für Validierung der manuellen Aufbereitung von Medizinprodukten. Beide kennen die Situation in Kliniken und Arztpraxen, und wissen, was diese von den Herstellern erwarten, also den Kunden von Dr. Overlöper. „Wir kennen also nicht nur unsere Kunden, sondern auch die Kunden unserer Kunden.“

Der junge Familienvater verfolgt den verstärkten Einsatz von einmal verwendbaren Medizinprodukten gelassen. Ihm werde dadurch sicher nicht die Arbeit ausgehen. Denn der medizintechnische Fortschritt bringe auch immer hochspezialisierte Produkte hervor, die zu wertvoll sind, um nach einmaliger Verwendung im Sondermüll zu enden.

So sehr der Mikrobiologe in seinem Beruf aufzugehen scheint, so gibt es doch auch einen anderen Aaron Overlöper. Dieser ist ein bissig-politischer Karnevalist und tritt als solcher seit vielen Jahren auf den Sitzungen der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Alt-Walsum auf. Dieses niederrheinische Wesensmerkmal hat er übrigens auch seinem Sohn in die Wiege gelegt – geboren in der närrischen Zeit 2018.